Unsere nächste Tagung trägt das Motto:
Mehr als nur ein Paragraphenautomat: Was die juristische Ausbildung leisten muss
Programm
Bericht des Vorstands und der Gremien
Der Verein setzt sich für die Interessen der über 120.000 Jurastudierenden in Deutschland ein. Um sicherzustellen, dass dies stets im Einklang mit den Anliegen der Studierenden geschieht, berichtet der Vorstand gemeinsam mit den Gremien des Vereins auf jeder Tagung umfassend über ihre Aktivitäten seit der letzten Versammlung. Diese Berichte enthalten unter anderem Informationen über den Fortschritt laufender Projekte, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wurden, relevante Entwicklungen in den Bundesländern und an Universitäten bundesweit, Zusammenfassungen von Gesprächen mit Akteuren der juristischen Ausbildung sowie ein Überblick auf anstehende Vorhaben.
Workshop: Vielfalt der juristischen Berufe
Viele Studierende, die ihr Studium mit der ersten Prüfung abgeschlossen haben, haben
– abgesehen von den Einblicken, die sie durch ihre Praktika gewinnen konnten –
keinerlei Vorstellung davon, welche juristischen Berufe es gibt und in welchen sie sich
vorstellen können, nach ihrem Abschluss zu arbeiten. Insbesondere fehlt es den
Studierenden an Möglichkeiten, im Studium eine Vision zu entwickeln, welche
Berufsfelder neben den klassischen Berufen wie Richter:in, Staatsanwält:in und
Rechtsanwält:in existieren und zu welchen sie durch den Abschluss der ersten Prüfung
befähigt werden. So werden Berufsfelder wie Unternehmensberatung, journalistisches
Arbeiten im juristischen Bereich, strategische Prozessführung, politische Laufbahnen
wie Abgeordnete, Botschafter:innen und Beamte in Ministerien sowie eine Karriere in
der Wissenschaft und Forschung im Jurastudium nicht aufgezeigt.
Allerdings ist die juristische Ausbildung auch zweigeteilt und die praktische berufliche
Ausbildung obliegt grundsätzlich dem juristischen Vorbereitungsdienst. Vor diesem
Hintergrund setzt sich der Workshop mit der Frage auseinander, ob das Studium
dennoch über diese Möglichkeiten informieren sollte, um den Studierenden überhaupt
das Wissen zu ermöglichen, sich dort für eine Referendariatsstation (oder ggf. bereits
ein Praktikum) zu bewerben und ggf. entsprechende Konzepte entwickeln.
Workshop: Effektivität von unterschiedlichen Prüfungsformaten in der juristischen Ausbildung
Dieser Workshop soll sich mit der Frage der unterschiedlichen Lernwirkung von
Prüfungsformaten auseinandersetzen und dabei auf die Ergebnisse der Workshops vergangener Jahre aufbauen. Während in diesen Workshops unterschiedliche Prüfungsformate entwickelt wurden, ist das Ziel dieses Workshops, diese Ideen durch
einen Input einer Psychologin hin auf ihre Wirksamkeit untersuchen zu lassen und zu
analysieren, welche Fähigkeiten durch sie gefördert werden. Anhand dieser Erkenntnisse sollen die Teilnehmen des Workshops evaluieren, welche
Prüfungsformate sich für welche Abschnitte (Grund-, Haupt-, Schwerpunktstudium)
und inhaltlichen Bereiche (Grundlagen- oder Kernfächer) eignen und so konkrete
Forderungen einerseits für eine übergreifende Reform aber auch für die Arbeit als Studierendenvertretungen an ihren einzelnen Hochschulen entwickeln.
Workshop: Implementierung von Legal Tech, IT und KI in der juristischen Ausbildung
Hochschulen sind ein Ort des kritischen Lehrens, Lernens und Forschens. Neben der
Wissenschaftsfreiheit in Art. 5 Abs. 3 S. 1 GG ist auch die Lernfreiheit der Studierenden
in Art. 12 GG geschützt. Doch wie demokratisch sind die Strukturen, welche über die
Lehr- und Lernbedingungen entscheiden? In universitätsinternen Gremien hält die
Professorium oft die Mehrheit und kann teils sogar ohne Berücksichtigung der Anliegen
aus „Mittelbau“, Verwaltung und Studierendenschaft Gelder zuordnen,
Prüfungsordnungen ändern oder Berufungsverfahren durchführen.
Wie wurden die bereits jetzt existierenden Mitbestimmungsrechte für Studierende
erkämpft und welche Lehren können daraus für den aktuellen Reformprozess gezogen
werden?
Dieser Workshop soll sich mit unterschiedlichen Modellen – national und international
– einer demokratischeren Hochschule auseinandersetzen und daraus Reformansätze
und Handlungsmöglichkeiten für mehr Mitbestimmung entwickeln.
Ziel:
Workshops und Podiumsdiskussionen fördern nicht nur die inhaltliche Arbeit des Vereins. Durch sie lernen Vertreter:Innen der Mitglieder die notwendige Fähigkeiten, um das Jurastudium an ihrer Universität zu verbessern.
Datum
Die Tagung wird im März 2026 stattfinden.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Mitgliedsfachschaften. Möchtest Du teilnehmen? Melde dich bei deiner Fachschaft!
Veranstaltungsort
Veranstalter
Die 12. Zwischentagung Frankfurt (Oder) 2026 wird durch den BRF mit der Unterstützung des FSR Jura Frankfurt (Oder) organisiert. Die Tagung wird in den Räumlichkeiten der Europa-Universität Viadrina stattfinden.
Bei Fragen:
Vorstandsmitglied für Tagungen
tagungen[at]bundesfachschaft.de
Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung unserer Tagung!
Bisherige Tagungen
Auf dieser Seite findet sich nur die aktuelle Tagung. Tagungsberichte, Beschlussbücher und Workshopgutachten vergangener Tagungen finden sich auf der Seite Tagungen
