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Unsere nächste Tagung trägt das Motto:

Hochschulen - ein Ort für alle Studierenden

Programm

Bericht des Vorstands und der Gremien

Der Verein setzt sich für die Interessen der über 120.000 Jurastudierenden in Deutschland ein. Um sicherzustellen, dass dies stets im Einklang mit den Anliegen der Studierenden geschieht, berichtet der Vorstand gemeinsam mit den Gremien des Vereins auf jeder Tagung umfassend über ihre Aktivitäten seit der letzten Versammlung. Diese Berichte enthalten unter anderem Informationen über den Fortschritt laufender Projekte, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wurden, relevante Entwicklungen in den Bundesländern und an Universitäten bundesweit, Zusammenfassungen von Gesprächen mit Akteuren der juristischen Ausbildung sowie ein Überblick auf anstehende Vorhaben.

Workshop: Demokratisierung von Hochschulen

Hochschulen sind ein Ort des kritischen Lehrens, Lernens und Forschens. Neben der
Wissenschaftsfreiheit in Art. 5 Abs. 3 S. 1 GG ist auch die Lernfreiheit der Studierenden
in Art. 12 GG geschützt. Doch wie demokratisch sind die Strukturen, welche über die
Lehr- und Lernbedingungen entscheiden? In universitätsinternen Gremien hält die
Professorium oft die Mehrheit und kann teils sogar ohne Berücksichtigung der Anliegen
aus „Mittelbau“, Verwaltung und Studierendenschaft Gelder zuordnen,
Prüfungsordnungen ändern oder Berufungsverfahren durchführen.
Wie wurden die bereits jetzt existierenden Mitbestimmungsrechte für Studierende
erkämpft und welche Lehren können daraus für den aktuellen Reformprozess gezogen
werden?
Dieser Workshop soll sich mit unterschiedlichen Modellen – national und international
– einer demokratischeren Hochschule auseinandersetzen und daraus Reformansätze
und Handlungsmöglichkeiten für mehr Mitbestimmung entwickeln.

Workshop: Diversifizierung von Hochschulen

Hochschulen sind der zentrale Ort der Wissensproduktion und die Suche nach der
Wahrheit ein essentieller Teil für demokratische Prozesse. Dabei besteht die Gefahr
einer einseitigen Wissensproduktion, wenn die Forschung primär von einer
homogenen Gruppe geprägt wird – sei es hinsichtlich sozialer Herkunft, Geschlecht,
Ethnizität oder anderer Faktoren. Während sich die Biografien der Jurastudierenden
zunehmend diversifizieren, bleiben die Sozialisierungen im Professorium
verhältnismäßig homogen. Welche Hürden gibt es für marginalisierte Gruppen auf dem
Weg zur Professur? Wie wirkt sich die soziale Zusammensetzung des Lehrkörpers
neben der Forschung auch auf die Lehre und Hochschulpolitik aus? Welche
Reformansätze gibt es, um Parität in Berufungsverfahren und akademischen Karrieren
zu fördern?
Anhand dieser Fragen sollen die Studierenden Forderungen zur Diversifizierung der
juristischen Fakultäten und Konzepte zur Stärkung von marginalisierten Gruppen
entwickeln.

Workshop: Strategien für politische Kommunikation im Bereich Fachschaftsarbeit

Studierendenvertretungen wie die Fachschaftsräte und -initiativen spielen eine
zentrale Rolle in der Hochschulpolitik der rechtswissenschaftlichen Fakultäten und
Fachbereiche. Trotzdem stehen sie oft vor großen Herausforderungen: begrenzte
Ressourcen, Widerstände von Verwaltung und Professor:innen oder mangelndes
Interesse der Studierendenschaft aufgrund des besonders hohen Lernpensums und
psychischen Stress in der juristischen Ausbildung. Dieser Workshop setzt sich mit den
Fragen auseinander, wie die Studierendenvertretungen ihre Anliegen dennoch
erfolgreich durchsetzen können und welche Strategien dabei helfen, langfristige
Veränderungen an der Hochschule zu erreichen.
Ziel ist es, ein Konzeptpapier zu entwickeln, wie Fachschaften ihre Anliegen framen
und Aufmerksam dafür schaffen können, wie sie effektiv an ihren Hochschulen agenda
setting betreiben und so bereits die Stellschrauben für eine Reform nutzen, welche
inhärent bei den Hochschulen liegt.

Workshop: Machtmissbrauch an Hochschulen

Machtmissbrauch an Hochschulen ist ein weit verbreitetes, aber oft leider auch tabuisiertes Problem. Abhängigkeit sowohl durch Noten in Lehrveranstaltungen als auch durch Arbeitsverhältnisse von studentischen Beschäftigten können übergriffiges Verhalten, Diskriminierung und / oder Ausbeutung begünstigen und ein Vorgehen dagegen von Betroffenen erschweren. Vor diesem Hintergrund sind funktionierende Verfahren und Prozesse sowie institutionalisierte Strukturen besonders wichtig, um einen sicheren Raum für alle Studierenden an der Hochschule zu gewährleisten. Der Workshop soll sich in diesem Kontext bspw. mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Welche Formen von Machtmissbrauch gibt es an den Hochschulen? Wie funktionieren institutionelle Machtdynamiken? Welche Aufgabe haben Fachschaftsräte in der Prävention und Aufarbeitung zu solchen Geschehnissen und welche darüberhinausgehenden Institutionen gibt es bereits? Ziel des Workshops ist es, ein Konzept zu erarbeiten, welche Strukturen am besten an allen Fakultäten und Fachbereichen eingerichtet werden sollten und wie ein offener, transparenter und betroffenensolidarischer Prozess aussehen sollte.

Workshop: Kompatibilität von Arbeit und Studium

Junge Menschen arbeiten so viel sie seit den 1990ern nicht mehr und vor allem
Studierende gehen häufiger Nebenbeschäftigungen nach als noch vor ein paar Jahren.
Dies stellt neben einem besonders arbeits-, zeit- und stressintensiven Studium eine
weitere Belastung dar. Zudem sind die prüfungsrechtlichen Vorgaben auch nicht darauf
ausgerichtet. So ist sowohl für Studienförderungen wie BaFöG sowie den im
Jurastudium häufig angepriesenen Freiversuch die Einhaltung der Regelstudienzeit
notwendige Voraussetzung.
Deshalb setzt sich dieser Workshop mit der Frage auseinander welche
Herausforderungen sich aus der Doppelbelastung von Studium und Arbeit ergeben
und welche politischen und hochschulstrukturellen Reformen insbesondere im Bereich
der juristischen Ausbildung für mehr Chancengleichheit sorgen könnten.

Ziel: 

Workshops und Podiumsdiskussionen fördern nicht nur die inhaltliche Arbeit des Vereins. Durch sie lernen Vertreter:Innen der Mitglieder die notwendige Fähigkeiten, um das Jurastudium an ihrer Universität zu verbessern.

Datum

28. bis 31. Mai 2026 

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Mitgliedsfachschaften. Möchtest Du teilnehmen? Melde dich bei deiner Fachschaft!

Veranstaltungsort

Veranstalter

Die 15. Bundesfachschaftentagung Leipzig 2026 wird durch den BRF mit der Unterstützung des FSR Jura Leipzig organisiert. Die Tagung wird in den Räumlichkeiten der Universität Leipzig  stattfinden.

Bei Fragen:

Vorstandsmitglied für Tagungen
tagungen[at]bundesfachschaft.de

Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung unserer Tagung! 

Bisherige Tagungen

Auf dieser Seite findet sich nur die aktuelle Tagung. Tagungsberichte, Beschlussbücher und Workshopgutachten vergangener Tagungen finden sich auf der Seite Tagungen

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